720 Flaschen weniger: Wie Leitungswasser trinken die Umwelt entlastetLeitungswasser trinken statt Mineralwasser aus der Flasche – klingt banal, ist aber ein echter Gamechanger. In diesem Blogartikel erzähle ich von dem Moment, der mein Konsumverhalten dauerhaft verändert hat, teile aktuelle Fakten und eine Alternative, die nicht nur Sinn ergibt, sondern sich auch gut anfühlt.
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Eigentlich wollten wir Elefanten sehen.
2017 war ich in Thekkady, im südindischen Periyar Nationalpark. Ein Ort zum Durchatmen. Leuchtend grüne Hügel, saftige Wiesen, blauer Himmel. Mit einem Jeep rumpelten wir über holprige Schotterpisten, voller Vorfreude. Doch was wir dann sahen, machte mich sprachlos.
Mitten im satten Grün türmten sich Berge von Müll in einer Grube. Es stank erbärmlich. Aus dem Müll stiegen graue Schwaden auf, elf Kühe standen darin und wühlten nach etwas Fressbarem. Eine Inderin stocherte mit einem langen Holzstock zwischen bunten Tüten, Verpackungen und Plastikflaschen herum.
Es war erschütternd. Tränen stiegen mir in die Augen. Ich saß einfach nur da und dachte: „Oh mein Gott…“ Wir waren nicht in einer Müllverbrennungsanlage, wir waren in einem Nationalpark. Und dann das!
Dieser Moment hat etwas in mir verändert.
Seitdem kaufe ich kein Wasser mehr in Plastikflaschen. Nirgendwo. Auch nicht auf Reisen.
Denn jede einzelne Flasche, die ich nicht kaufe, macht einen Unterschied. Und ich weiß: Ich bin damit nicht allein. Immer mehr Menschen suchen nach Alternativen. Einerseits aus gesundheitlichen Gründen und andererseits, weil sie verstanden haben, was auf dem Spiel steht.
Apropos: Die dreiteilige Doku „Durst – Wenn unser Wasser verschwindet“ in der ARD Mediathek zeigt eindrucksvoll, wie ernst die Lage ist, weltweit wie auch bei uns. Kostenlos verfügbar bis 27.08.2025 – und absolut sehenswert.
Leitungswasser trinken statt Flaschenwasser kaufen
Am 5. Juni ist Welttag der Umwelt – ein guter Anlass, um das eigene Konsumverhalten mal unter die Lupe zu nehmen. Gerade beim Thema Trinkwasser können wir alle mehr bewirken, als uns bewusst ist.
Wenn du dich fürs Leitungswasser trinken entscheidest, entlastest du nicht nur deinen Körper, sondern auch die Umwelt – und zwar gleich auf mehreren Ebenen:
- Du sparst Plastikflaschen. Schon bei einer Trinkmenge von nur 1,5 Litern pro Tag macht das pro Person rund 720 Flaschen im Jahr, die gar nicht erst produziert, abgefüllt, transportiert, gesammelt und sortiert werden müssen.
- Du reduzierst CO2-Emissionen. Ein Beispiel: In Berlin entstanden allein 2019 durch Mineralwasserkonsum 105.000 Tonnen CO2 – mit Leitungswasser wären es nur 175 Tonnen gewesen.
- Du vermeidest Mikroplastik, das über die Flaschen und deren Umverpackung in die Flüsse und Meere und in unseren Körper gelangt.
- Du entlastest die kommunale Infrastruktur – vom Müllabfuhrsystem bis zur Recyclinganlage.
Weil mir ungefiltertes Leitungswasser nicht schmeckt, gehe ich einen Schritt weiter und verwende einen Wasserionisierer. Er filtert das Leitungswasser und macht es basisch, ionisiert und antioxidativ. Ohne Osmose, ohne Chemie, ohne Edelsteinklimbim.
Auch ein Wasserionisierer braucht Pflege, klar. Je nach Art des Geräts müssen die Filter alle paar Wochen oder maximal zweimal im Jahr gewechselt werden. Und das Gerät selbst muss regelmäßig entkalkt werden.
Aber: Mein elektrischer Wasserionisierer hält bis zu 25 Jahre. Das ist länger als die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Autos. Und sein einziger Job ist: sauberes, basisches Aktivwasser liefern.